Was soll mir eure Schuld


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Was soll mir eure Schuld

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Kundenbewertungen zu Was soll mir eure Schuld

Anzahl der Bewertungen: 4
Durchschnittliche Bewertung: 4,8
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Sehr gut
von am 08.08.2018
Dein Roman „Was soll mir Eure Schuld“ hat mir aus mehreren Gründen gefallen. Einer ist, dass ich mich entspannt zurücklehnen und einfach lesen konnte, was auch mich – in meinem Alter – so umtreibt.

Gabriel Garcia Marquez mit seinen „Hundert Jahre Einsamkeit“ fällt mir ein, aber der ist halt in seinem Realismus magisch und sehr lateinamerikanisch. Du konzentrierst dich auf das, wovon Du etwas verstehst: einmal das eigene Leben, die eigene Familie und die Gesellschaft, in der man mehr oder weniger zu Hause ist, auf der anderen Seite bist Du ästhetisch auf wohlvertrautem und heimatlichem (darf ich sagen: Leipziger?) Boden. Die Spannung zwischen der sparsamen Ökonomie der Worte und dem Schwelgen in Details, das ist clever gemacht.

Hab vielen Dank, Dein

Volker
Recht gut
von am 08.08.2018
Und ich habe mich nun daran gewagt und mir die Zeit genommen, es zu lesen. Ich hatte Dir ja mal dazu etwas geschrieben, was ich noch mal aus sprechen möchte: Ich bin sehr überrascht über Deine Schreibe und das Herangehen an diese Art von Familiengeschichte. Es gefällt mir unglaublich gut und ich werde es ganz sicher auch noch mal und dann ganz in Ruhe lesen. Natürlich ist es ein Glücksfall für eine Familiengeschichte, über solche Aufzeichnungen zurückgreifen zu können. Das macht natürlich den Reiz des Gnazen aus. Aber nicht nur, denn was Du daraus gremacht hast, ist für mich phänomenal. Du hast nicht nur einen ganz eigenen Stil, sondern natürlich auch interessante Denk- und Darstellungsweisen. Für mich liegt der Reiz vor allem in den so genauen Beschreibungen über altes Handwerk und Arbeitsweisen, wie zum Beispiel die Tuchmacherei und das Torfstechen. Ich weiß nicht, ob Du das alles aus den alten Niederschriften erfahren hast,oder ob Du Dich anderweitig damit vertraut gemacht hast. Dadurch bekommt das Ganze aber eine ganz individuelle Note und eine tolle Wahrhaftigkeit. Für mich war es noch auf eine andere Weise intteressant, weil die landwirtschaftlichen Unterstellungen unter Rittergutsbesitzern und die Einteilung in Bauern und Kossäten usw. hier in unserer Gegend etwas anders gewesen sind und bei Dir zum Beispiel Leibeigene gar keine Rolle spielen.Die Abschaffung der Leibeigenschaft scheint in der Ruppiner Gegend kaum eine Rolle gespielt zu haben? Ich bin auf alle Fälle begeistert. Ich hoffe erstens, dass es sich gut verkaufen lässt und viel Anklang erhält und dass Du zweitens die geplanten Fortsetzungen ähnlich wahrhaftig rüberbringen kannst. Natürlich lässt sich auch über manche Schlüsse, die Du ziehst, streiten. Aber das kann erst kommen, wenn man das Ganze etwas verdaut hat, und dazu muss auch Zeit vergehen...
Sehr gut
von am 29.07.2018
Der Enkelsohn des Lehrers Albrecht Hahn liest eine handschriftliche sowie maschinengeschriebene Chronik des Großvaters, der in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die 700 Jahrfeier der Stadt Neuruppin mit vorbereitet hat. Sein Beitrag ist die Überarbeitung der Gottberger Chronik, auch der Heimat- und Geburtsort seines Lesers. Albrecht Hahn trifft bei der Recherche auf die Herkunft seiner Frau, die ihre Eltern früh verloren hat. Sie soll jüdischer Abstammung sein, teilt ihm die Witwe eines verstorbenen Dorfpfarrers mit. Albrecht Hahn verändert darauf im Kirchenregister ihren Geburtsnamen. Sie ist die Mutter der gemeinsamen drei Kinder. Diese Lebenslüge, die sich durch eine Indiskretion eines Pfarrers und auch in den Büchern eines Standesamtes offenbart, weil ein eifriger Bediensteter 1938 die Ahnenpässe der Familien überprüft, führt dazu, dass die Beziehungen im Dorf und auch die der Nachkommen untereinander zerbrechen müssen. Die Frau des Lehrers legt vor dem Verhör in Neuruppin Hand an sich. Albrecht Hahn kann das nicht ertragen. Er selbst stirbt einen frühen Tod, weil er nicht mehr weiß, wie er leben soll.
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